Kurz-Informationen

westerholt-info.de

Historische Stadt- und Ortskerne in NRW

offenes-denkmal-036-2.jpg

Viele Informationen zum Alten Dorf und der Geschichte Westerholts mit schönen Fotos finden Sie auch hier.

Kommentieren .

Charrette – Westerholt sucht Anschluss.

charrette-jury-002-4.jpg

Vom Beginn und Sinn der Charrette hatten wir bereits im November berichtet. Bericht.
Das Planungsverfahren hatte nach den viertägigen Arbeitssitzungen einen vorläufigen Abschluss gefunden.
Sichtlich berührt…mehr hier.

Kommentieren .

100 Jahre Bergwerk Lippe in Westerholt

zeche-100-jahre-030-2.jpg

Die Westerholter Geschichte ist eng mit dem Bergwerk Lippe, früher Westerholt, verbunden. Das war am Sonntag auf dem gesamten Zechengelände zu spüren…mehr

Kommentieren .

100 Jahre Bergwerk Lippe in Westerholt

zeche-100-jahre-030-2.jpg
Die Zeche “von hinten”

zeche-100-jahre-006-2.jpg
Die ‘Tanzenden Schilde’

zeche-100-jahre-017-2.jpg
Überall interessierte Besucher/innen

zeche-100-jahre-024-2.jpg
Das Zechengelände aus der Vogelperspektive

zeche-100-jahre-012-2.jpg
…und das haben wir in der Schwarzkaue gefunden…

Die Westerholter Geschichte ist eng mit dem Bergwerk Lippe, früher Westerholt, verbunden. Das war am Sonntag auf dem gesamten Zechengelände zu spüren. Überall bekannte Westerholter Gesichter und, was noch spannender war, Geschichten von Menschen, die dort lange Jahre gearbeitet haben. Und mit ehemaligen Bergleuten ins Gespräch zu kommen ist wahrhaftig kein Problem. Sie erzählen nur zu gerne von der Solidarität, die unter den Kumpels herrschte, von guten Zeiten und schlechten Zeiten.
Natürlch war auch die Prominenz vertreten, aber mehr berührt haben uns diejenigen, die von ihrem Leben auf und mit der Zeche berichteten, im privaten Gespräch, so ganz nebenbei…
Übrigens entstand anlässlich des Jubiläums eine Festzeitschrift, die die Geschichte des Bergwerkes bis ins Detail wiederspiegelt und sie gleichzeitig auch in Bezug setzt zum jeweiligen Zeitgeschehen. Auch Westerholter kommen mit ihren Geschichten zu Wort: Herr Wener vom Heimatkabinett, der die kleinen alltäglichen Widrigkeiten aufzeigt, oder Werner Schnieders, der davon erzählt, wie auch sein Opa, der schon damals das Schuhgeschäft betrieb, im Krieg in die Grube einfahren musste.
Ein großes Lob dafür an Udo Schmidt, Leiter Kommunikation Bergwerk Lippe, der mit dieser Schrift ein Zeitdokument geschaffen hat, das die Bergbau-Aera in unserer Umgebung auch dann noch in Erinnerung halten wird, wenn sie nur noch Geschichte ist…
Glückauf!

Kommentieren .

Charrette – Westerholt sucht Anschluss.

charrette-jury-002-2.jpg
Vom Beginn und Sinn der Charrette hatten wir im November berichtet.Bericht.
Nach viertägigen Arbeitssitzungen fand das Planungsverfahren einen vorläufigen Abschluss.
Sichtlich berührt vom Engagement und Ideenreichtum der Teilnehmer, stellte der Leiter der Jury, Prof. Thomas Sieverts, das Besondere dieses Workshops heraus: gleich zwei Städte waren gemeinsam beteiligt. Offiziell sind das Herten und Gelsenkirchen, aber wenn man es genau nimmt, handelt es sich natürlich um die Stadtteile Westerholt und Hassel. Von diesen nämlich wird das Zechengrundstück eingerahmt. Und aus ihnen kamen auch die Bürger, deren Anregungen der Juryleiter als “großartig” bezeichnete.
In vier Arbeitsgruppen wurden vier gleiche bzw. ähnliche Ergebnisse erarbeitet, die daher als Lösungsansätze sehr wichtig sind:
* Die Verbindung zur Bahnhofstraße muss hergestellt werden
* Wagenumlauf und Großer Turm sollen möglichst erhalten werden, da es solche Elemente weltweit nur einmal gibt. Sie global zu vermarkten ist zwar teuer aber wünschenswert
* Das “Schloss” (also Wagenumlauf + Turm, siehe Foto) könnte in einen Park integriert werden
* Das Fahrradwegenetz, das inzwischen weite Teile des Ruhrgebietes durchzieht, muss in das Gelände eingebunden werden
* Die alten Gebäude aus den Jahren 1907 bis in die 20er hinein könnten zu einem Lerncampus werden. Dem gegenüber stand die Meinung, dass der Neubeginn auch in der Architektur sichtbar werden muss, also ein alleiniger Erhalt der Gebäude nicht ausreicht. Vergangenheit und Zukunft sollen ihren Platz erhalten.
* Die Kohlenwäsche soll nicht erhalten bleiben, evtl. könnte sie als Ruine verfallen.

Aus all diesen Vorschlägen leiten sich nun folgende Empfehlungen der Jury ab:
1. Damit der Umstrukturierungsprozess bereits jetzt schon in das Bewußtsein der Bevölkerung gelangen kann, ist es wünschenswert, einige Gebäude sofort von der Egonstraße aus zugänglich zu machen. Die Folge wäre eine gewisse Gelassenheit, die anderen Veränderungen in Ruhe anzugehen (dieser Vorschlag ist als Forderung an den Grundstückseigentümer zu verstehen).
2. Reines Erhalten reicht nicht aus. Veränderungen durch künstlerische Zutaten wie avantgardistische Anbauten oder Events sollen einige Gebäude zu Symbolen des Neubeginns werden lassen, so dass sich der Gedanke des Niedergangs der Zeche gar nicht erst in den Köpfen der Bevölkerung festsetzt.
3. Besonders wichtig ist es jetzt, die Bemühungen intensiv weiter zu betreiben.
So kann das, was vor einem Jahr noch als reine Zukunftsvision im Raum stand, in Teilen auch in der Gegenwart schon Fuß fassen.

Das Charrette-Verfahren ist übrigens ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der TU München.
Und natürlich wurde auch das Design-Team für seine gute Vorarbeit gelobt. Jedenfalls wünschen wir uns, dass die Veränderungen auf dem Zechengelände dazu führen, dass trotz der Schließung der Anlage in Westerholt demnächst ein Wind der Hoffnung und des Neubeginns weht.
charrette-jury-011-3.jpg
Eingekreist das “Schloss”

bild058-2.jpg
Wagenumlauf

bild041-2.jpg
Ein Teil der alten Gebäude

Kommentieren .

Charrette – der Karren kommt in Gang

bild059-2.jpg
Im Bild Stadtbaurat Volker Lindner

Charrette – französisch: Karren – ist eine Planungsmethode, bei der es sich um einen dynamischen Arbeitsprozess mit öffentlichem Charakter handelt. Soviel zur Definition. Was aber steckt genau dahinter?
Werner Schnieders von der WIW, aktiver Teilnehmer des Workshops, erklärt:
” 2009 wird das Bergwerk Lippe stillgelegt. Um möglichst schon während des noch laufenden Betriebes des 33 ha großen Areals Neu- und Umnutzungsstrategien zu entwickeln, setzen sich in dieser Woche jeden Tag Planer, Experten, Politiker, sowie einige ausgewählte Kaufleute und Bürger zusammen. Das ist etwas Besonderes und einer Aluminiumfabrik in Oregon/USA abgeschaut.
Experten verschiedener Fachrichtungen, die maßgeblichen Mitarbeiter der Städte Herten und Gelsenkirchen sowie ausgewählte Bürger treffen sich, um sich zu verschiedenen Themenbereichen auszutauschen.
Fragen danach, was die beiden Städte brauchen ( Arbeitsplätze, Freizeitangebote, Handel, Handwerk, Platz für soziale Einrichtungen usw.) , welche Gebäude erhalten werden können, wie die Anbindung an die Bahnhofstraße funktionieren kann, werden erörtert und diskutiert. Und zwar mit großem Engagement.”

Und so sieht es aus, wenn die Köpfe qualmen:

bild039-2.jpg
bild061-3.jpg
bild060-2.jpg

Kommentieren .